Und noch ein ‘Dönerladen’ in der Heidelberger Altstadt

Vorgestern war ich in der Heidelberger Altstadt unterwegs und habe gesehen das sich neben dem Bären Treff, in dem Gebäude in dem Ben’s Burger Party (OSM) war etwas tut. bei näherer Betrachtung, stellte sich heraus das hier schräg gegenüber des Safari ein weiteres Angebot mit Dönern entstehe. Nun habe ich grundsätzlich kein Problem mit Dönern, außer das eben Fleisch darin ist, aber ich frage mich wie sich diese Häufung lohnen soll und warum wir in diesen Teil der Hauptstraße und Seitenstraßen so viele und im vorderen Teil, also zum Bismarckplatz hin so wenige haben. Die Massierung dürfte wohl vor allen auf eine Ausrichtung auf Menschen die die Altstadt Abends besuchen kommen, wobei das in Zukunft nicht ganz so gut einzuschätzen ist, ich sage nur Sperrzeiten.

Was meint Ihr?

#Heidelberg #Altstadt #Gastronomie #Massierung #Döner #Meinung #Frage #2025-03-23 @heidelberg

  • odd@feddit.org
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    6 days ago

    Werde jetzt geteert und gefedert werden, aber in meinen Augen rührt dieses “Zu viele Dönerläden”-Narrativ (das ich in der einen oder anderen Form auch schon seit 20 Jahren höre) auch nur von einem unterbewussten Rassismus her.

    Bis in die 70er Jahre gab es mehr oder weniger ausschließlich Gasthäuser mit “gut bürgerlicher Küche” und gleichem Konzept. Hat niemanden gejuckt. Pizzarien gibt es mindestens genauso viele wie Döner. Juckt den Allman aber auch nicht. Überall stehen Burgerläden rum, das macht aber nichts, weil die ja cool und nicht asozial sind. Außer natürlich die großen Franchise-Ketten, in die jede*r nur in absoluten Ausnahmefällen geht. klar. 😜

    • GregorGizeh@lemmy.zip
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      6 days ago

      Persönlich finde ich es einfach schade dass “denen”, um deiner suggestion zu folgen, nichts originelleres einfällt mit mehr Aussicht auf wirtschaftlichen Erfolg.

      Ich wohne ebenfalls ziemlich direkt im Innenstadtbereich und jedes Geschäft welches dicht macht wird ersetzt durch einen dönerladen, Pizzeria, barbershop oder nagelstudio in einem Gebiet wo bereits ein halbes dutzend oder mehr von jedem innerhalb von 250 Metern zu finden sind.

      Dementsprechend machen die neuen Eröffnungen dann auch so gut wie immer ein paar Monate später wieder dicht, stehen eine Weile leer und nehmen dann das nächste undurchdachte Unternehmen für ein paar Monate auf. So verarmt die Innenstadt selbst weil überall nur die gleiche handvoll Dinge zu finden ist, und wirtschaftlichen Erfolg erzielt man auf legalem weg so auch keinen.

      • odd@feddit.org
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        6 days ago

        Das ist alles gar kein Thema. Ich bin auch sehr dafür, dass die Innenstädte bessere Konzepte haben. Mein Problem ist eher, dass wir explizit auf die Dönerläden einprügeln. Dabei gibt es zig andere Sachen, Dinge, die dasselbe Problem aufzeigen. Royal Donuts? Subway? Tattoo-Shops? Ey, sogar der Rote-Kreuz-Laden.

        Ich verstehe, dass in vielen Städten ein Problem in den Innenstädten ist. Aber das Problem auf “Dönerläden” zu reduzieren ist halt rassistisch, weil man die symbolisch für “kleiner Shop, der blauäugig irgendwas ohne Konzept macht und dann, aufgrund fehlendem USP, auch nicht lukrativ ist” (und wenn wir ganz ehrlich sind, könnte ich hier noch ein paar “schlimmere” Sachen über Hygiene, Bildung etc. schreiben) benutzt.

        Es gibt Dönerläden, die es easy schaffen, ein richtiges Konzept zu haben und sich so auch am Markt zu halten: Dilgelay, Doen Doen, Neue Dönastie, um nur einige wenige zu nennen. Aber wenn ich dich und Sascha jetzt frage, wie denn so ein “Dönerladen” aussieht, dann werdet ihr mir ganz sicher halt nicht das malen: Eine Person zeigt ein zubereitetes Kebab-Sandwich in einer Industrieküche. Mit großen Lettern steht an der Wand "Neue Dönastie"

    • sascha@fedinaut.deOP
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      6 days ago

      @Dungrad Na nicht zu viel, sondern zu massiert an einer Stelle bzw. in einen Bereich. Letztendlich müssen die so was aufmachen selbst entscheiden ob sie glauben das da vom Markt her noch genug Spielraum ist.

      Aus Konsumentensicht ist mir da vor allen eine gewisse Auswahl wichtig. Und die ist was internationale Küche betrifft recht eingeschränkt. Wie es in den 1970ern war kann ich nicht sagen, bin da zwar in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts geboren worden, aber da hatte ich noch nicht so den Überblick und meine Eltern haben für mich entschieden.

      • odd@feddit.org
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        6 days ago

        Achso, du meinst so wie hier im Industriegebiet McDonalds, KFC, Harry’s Burger, Burger King und Subway? Das gilt allerdings gemeinhin als “praktisch”.

        • sascha@fedinaut.deOP
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          6 days ago

          @Dungrad Wer redet von großen Ketten? Mc Donalds gab es früher in der Altstadt, war kein Verlust als er schließlich schließen musste. Einer der beiden Subway Läden in der Altstadt hat auch kürzlich geschlossen, auch das kein wirklicher Verlust.